Deutschsprachige Fotoblogs

Martin Gommel von Kwerfeldein sucht nach den deutschsprachigen Fotoblogs. In diesem Rahmen stellt Martin einige Fragen, die ich hier beantworten möchte:

  • Was hat Dich dazu bewegt, über Fotografie zu bloggen?

Umso länger ich andere Blogs gelesen habe, umso größer wurde der Wunsch selbst zu bloggen. Manchmal hat man das Bedürfnis selbst ein paar Tipps abgeben zu wollen. Deshalb habe ich mich entschlossen mit meinem Blog zu beginnen.

  • Über welche Themen schreibst Du selbst am liebsten?

Ich glaube am liebsten schreibe ich Erfahrungsberichte zu Produkten die ich selbst im Einsatz habe.

  • Welche Artikel sind die wichtigsten Deines Blogs (ca. 2-5)?

Habe ja noch nicht so viele. Mein Blog ist ja recht neu🙂
Aber wenn ich denn welche benennen müsste dann wären das wohl:

mein Erfahrungsbericht zum Umstieg von der EOS 400D zur 50D
und meine Bauanleitung für meine Foto-Licht-Box

  • Weisst Du schon, was die Leser Deines Blogs 2009 erwarten wird?

Mein Ziel ist es möglichst vielfältige Beiträge zu veröffentlichen. Von allem etwas.

  • Wieviele Artikel veröffentlichst Du im Schnitt pro Woche?

Ca. 2 Artikel pro Woche. Das ist mein selbst gesetztes Minimum.

Produktvorstellung: Nissin Speedlite Di466 Blitz

So.. nachdem das Paket mit meinem Nissin angekommen ist, habe ich ihn natürlich gleich auf Herz und Nieren getestet.

nissin-vorne

Technische Daten:

Erstmal ein paar der Eckdaten:

  • geeignet für die gängigen digitalen Canon EOS Kameras. (Gibt auch eine Nikon Version)
  • Gewicht: 230 Gramm
  • Maße: 67 x 100 x 105mm
  • Leitzahl: 33
  • Motor-Zoom-Reflektor (24 – 105mm)
  • Modi: ETTL, ETTL II, manuellen,, Servo-Blitz
  • Stand-By-Modus
  • Farbtemperatur ca 5600 K
  • FE-Lock unterstützt
  • Autofokus-Hilfslicht
  • bis zu 90 Grad neigfähig, nicht schwenkbar

Erster Eindruck:

Beim Auspacken war ich schon recht positiv überrascht. Ich habe irgendwie etwas „billigeres“ erwartet. Sowohl die Verpackung als auch der Inhalt machen einen recht wertigen Eindruck. Es lag eine deutsche Anleitung und eine Schutztasche für den Blitz dabei. Die Anleitung ist verständlich und passabel übersetzt. Außerdem im Lieferumfang: Ein kleiner Ständer um den Blitz als Slave aufzustellen: Siehe Bild oben.

Auch die Verarbeitung macht einen relativ ordentlichen Eindruck. Ich finde hier kann man nicht meckern.

Betriebsmodi:

Durch drücken auf die Modus-Taste, zeigt diese durch ihre Farbe den jeweiligen Betriebsmodus an. TTL = Licht aus, M = rot, S1 grün, S2 = blau

TTL:

Im TTL Modus arbeitet der Blitz als Aufsteckblitz und kommuniziert per E-TTL II (Canon-Version) mit der Kamera. In diesem Modus bietet der Nissin die Möglichkeit von -1,5 EV bis +1,5 EV in die Blitzbelichtung einzugreifen. Hier funktioniert alles wie erwartet. Er arbeitet eben als ganz normaler Aufsteckblitz, ohne große Besonderheiten. Durch die Neigefähigkeit lässt sich indirekt über die Decke blitzen. Im Bereich von 24-105 mm zoomt der Blitz mit, um eine optimale Ausleuchtung zu gewährleisten. Das Zoom-Geräusch ist etwas kratzig.. aber das ist wohl normal wie man in diversen Foren lesen kann.
Außerdem bietet der Blitz eine herausklappbare Reflektorkarte um beim Gegen-die-Decke-Blitzen noch einen Teil des Lichts nach vorne zu lenken und eine Weitwinkel-Streuscheibe. Im folgenden Bild kann man beides ausgeklappt sehen.

nissinoben

M-Modus:

Im manuellen Modus ist die TTL-Steuerung abgeschaltet und der Blitz blitzt mit fester Stärke. Hier lässt er sich auf folgende Leistungsstufen einstellen: 1/32, 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1

Servo-Modus 1:

In diesem Modus arbeitet der Nissin als Slave-Blitz mit Vorblitz-Unterdrückung. Er ignoriert den TTL-Meßblitz eines anderen TTL-Blitzes (zum Beispiel der interne der Kamera) und blitzt beim 2. mit. Auch hier lässt sich wieder die Leistung wie im M-Modus regeln.

Servo-Modus 2:

Wie im Modus 1, nur ohne Vorblitz-Unterdrückung. Hier blitzt er direkt beim ersten Blitz mit. Also perfekt geeignet im Zusammenspiel mit Studio-Blitzen oder zum „strobisten“. Hier liegt auch sein großer Vorteil gegenüber seinem größeren Bruder Di622. Diesem fehlt der S2-Modus nämlich.

nissinhinten

Stromversorgung:

Der Blitz wird mit 4 AA Batterien betrieben. Diese reichen laut Anleitung je nach Leistung zwischen 200 und 1400 Bllitzen. Die Aufladezeit mit vollen Batterien beträgt knapp unter 4 Sekunden.

Sonstiges:

Wie schon gesagt bietet der Blitz auch Unterstützung für die FE-Lock Funktion der Canon Kameras. Sprich: Der Meßblitz lässt sich vorher abfeuern und danach kann man den Bildauschnitt neu komponieren, um dann den eigentlichen Blitz abzufeuern.

Ein weiteres Feature das eher unbekannt ist, ist die Möglichkeit den Blitz von -0,75 EV bis +0,75 EV in 0,25 Schritten dauerhaft kalibrieren zu können. Sicherlich auch eine Besonderheit für so ein Low-Cost-Gerät.

Eine Erwähung ist außerdem noch wert, dass der Blitz im Slave-Modus sich automatisch auf eine feste Brennweite von 35 mm stellt. Das lässt sich manuell leider nicht ändern.

Jetzt kommt der große Nachteil dieses Blitzgeräts: Der Blitz lässt sich NICHT durch eine auschliessliche Mittenkontakt-Auslösung abfeuern!!! Damit ist er nicht geeignet für gängige Funk-Fernauslösesysteme wie den Cactus. Der Grund ist wohl, das der Blitz auch im M-Modus erwartet dass er auf einer Kamera steckt und an den anderen Kontakten gewisse Daten erwartet. Es besteht immer noch die Hoffnung, dass der Hersteller diese Sperre irgendwann abschafft. Sehr schade, sonst wäre er ein absolut perfekter Kandidat als Standard-Strobisten-Blitz. So muss man sich auf die optische Servo-Funktion beschränken.

Preis:

Je nach Händler ist der Blitz zwischen 69 und 99 EUR zu haben. Ein echtes Schnäppchen also.

Fazit:

Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis macht den Nissin Di466 zur absoluten Empfehlung. Würde Nissin den S2-Modus noch in den Di622 einbauen und beide Blitze über Mittenkontakt zündbar machen, dann wären Sie der echte Knaller. Aber auch so bleibt das Gerät als normaler Aufsteck- und als Servo-Blitz gut nutzbar und erhält meine absolute Empfehlung!

Blitzkram

Juhu,

ich hab mir endlich meinen Nissin Di466 bestellt.

Das heisst Ende der Woche gibts einen Testbericht.

Außerdem bekomme ich noch den Billig-Funk-Auslöser PT-04 . Auch dazu werde ich einen Test verfassen.

Fotobox für Isolationen. Mit wenig Geld zu schönen Ergebnissen


Flattr this

Heute wollte ich mal zeigen, wie ich mir mit ganz wenigen Mitteln, eine Fotobox gebastelt habe, mit der man mit ganz wenigen Mitteln schöne Produktfotos machen kann, oder andere Objekte auf weiss isoliert fotografieren kann. Der Gesamtaufwand fürs Material (inkl. Beleuchtung!!!) beläuft sich dabei auf unter 50 EUR

Grundidee dabei war eine von 5 Seiten geschlossene Box zu haben, die Licht auf allen Seiten gut reflektiert, und man so mit nur 2 schwachen Bitzen eine gute Ausleuchtung erhält. Die beiden Blitze werden dabei so ausgerichtet, dass möglichst viel der Innenfläche der Box genutzt wird um das Blitzlich sehr diffus zu reflektieren. So fällt das Licht aus fast allen Richtungen gleichzeitig auf das Objekt und man erhält eine schöne harmonische Ausleuchtung. Außerdem wird der Hintergrund durch das Blitzlich überbelichtet, und erscheint so fast ganz weiss, was es uns einfach macht, die Isolation später in der EBV zu finalisieren.

Damit ihr seht was ich meine zeige ich euch hier ersteinmal ein paar Ergebnisse die mit dieser Box möglich sind:

baseball

padlock

kiwis

So.. dann fangen wir mal an:

Wir brauchen:

Pappbox: Zum Beispiel Umzugskarton – ca. 2 EUR
1-2 Platten dünnes Styropor: Aus dem Dämmstoff-Bedarf im Baumarkt – ca 1 EUR
1 DIN A3 Blatt Papier mit glatter Oberfläche: ca 1 EUR
1 kleines Stück Papier
1 Slave Flash, mit optischem Sensor. Der Traumflieger Slave Flash zum Beispiel ca. 39 EUR (habe ich hier nochmal extra vorgestellt)

Den Anfang macht also die Pappbox. Die Größe richtet sich hier individuell nach der Größe der Objekte die fotografiert werden sollen. Für mich hat sich ein normaler Umzugskarton hochkant gestellt, als die beste Lösung erwiesen. Die Box darf aber auch nicht zuu groß sein, da sonst evtl. zuviel Licht verloren geht.

Wir kleiden den Karton also nun von innen mit dem Baumarkt-Styropor aus, wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist. (Hier fehlt gerade noch die Styro-Platte auf der Rückseite)

box1

alternativ funktioniert evtl. auch einfach Papier. Aber ich hatte das Styropor gerade da, und dess Reflektionseigenschaften sind auch ganz gut.

In die Box legen wir als Hohlkehle einen zurechtgeschnittenen Bogen weisses Papier. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Papier möglichst glatt ist und möglichst wenig Oberflächenstruktur bestitzt. Diese fällt sonst später, in den weichen Schatten die wir erzeugen wollen, unangenehm auf. Das Papier können wir noch mit kleinen Nadeln fixieren damit es nicht wegrutscht. (im folgenden Bild an der Unterseite des Papiers zu sehen)

boxinnen

Jetzt kümmern wir uns um den internen Blitz der Kamera. Dieser soll genutzt werden.. ist aber an sich zu hart und kommt nur von vorne. Dagegen habe ich mir einen ultra-professionellen Blitzumlenker😉 gebaut.

Einfach ein Stück Papier nach folgendem Muster ausschneiden:

muster2 blitzumlenker

Dieser Umlenker wird nun einfach auf den internen Blitz der Kamera gesteckt und hat 2 Funktionen: (ja ich weiss.. das sieht nicht sehr professionell aus.. aber es erfüllt seinen Zweck. und es soll ja billig sein.)

1. Er lenkt einen Teil des internen Blitzlichts nach oben ab, der so von der Decke der Box reflektiert wird.
2. Er lässt auch einen Teil des Lichts durch, softet es etwas, und beleuchtet so auch noch etwas von vorne.

Das Verhältniss von 1 und 2 lässt sich beeinflussen, indem man für dem Umlenker unterschiedlich dickes Papier verwendet. Dicker Karton, lenkt fast alles nach oben ab, und lässt kaum was nach vorne durch. Dünneres Papier eben umgekehrt. Hier muss jeder seine individuellen Vorlieben finden.

umlenkankamera

So.. das war es jetzt schon an Vorbereitung.. wir können jetzt shooten. Dazu stellen wir die Box auf einen Tisch.. und zwar ganz nach vorne an den Rand, so dass wir mit der Kamera, die auf einem Stativ steht möglichst nahe rankommen. Die Kamera sollte möglichst schon teilweis in die Box hineinragen. Nur so geht das nach oben umgelenkte Licht auch wie gewünscht an die Decke der Box.

Jetzt kommt der Traumflieger Slave Flash ins Spiel. (Um noch mal etwas klar zu stellen.. Nein ich werde nicht von Traumflieger gesponsort oder ähnliches… mir ist einfach nur kein vergleichbares Produkt bekannt was für diesen Preis genau unsere Anforderungen erfüllt)
Wir nutzen ihn als zweite Lichtquelle. Hier lässt sich auch mit der Platzierung experimentieren. Ich fande die Ergebnisse bis jetzt am besten, wenn ich den Blitz in die linke obere hintere Ecke der Box gerichtet habe.

shoot1

Jetzt haben wir ein sehr schönes diffuses Licht von 2 Lichtquellen die von der Box so reflektiert werden, dass sie quasi aus allen Richtungen kommen (mit Schwerpunkt von oben) Dadurch erzeugen wir eine gleichmässige Ausleuchtung und einen leichten weichen Schatten um das Objekt, was einen sehr schönen Effekt gibt.

Ich denke es eignen sich die meisten Objektive dafür. Auch mit den üblichen 18-55mm Kitobjektiven konnte ich gute Ergebnisse erzielen. Es sollte nur eine akzeptable Naheinstellgrenze bieten.. da man ja schon ziemlich nah ran muss ans Objekt. Als Einstellungen nutze ich üblicherweise 1/160 mit Blende 13 bei ISO 100. Je nach gewünschter Tiefenschärfe kann das natürlich variiert werden, allerdings muss man aufpassen.. weil wenn man die Blende zu weit öffnet, wird evtl. das Licht des Slave Flashs zu stark, und da das bei diesem Blitz ja nicht herunterregelbar ist, haben wir dann ein Problem. Dann könnten wir das Licht des Slave-Flashes aber noch mit einem Stück Papier oder ähnlichem abschwächen.

Hier mal ein rohes Bild vor der EBV wie es aus der Kamera kommt:

b4

Das muss natürlich noch ein bischen bearbeitet werden. So dass das weiss auch wirklich weiss ist.. ein bischen Tonwertkorrektur.. andere Kleinigkeiten wie Schärfen etc.. und schon sind wir bei den Ergebnissen von oben.

Ich hoffe ich konnte euch einen einfachen und billigen Weg zeigen wie man mit ganz wenig Aufwand, einiges erreichen kann. Ich denke die Ergebnisse sprechen für sich.

Umstieg: Canon EOS 400D zu 50D: Ein Erfahrungsbericht

Lange habe ich über dieser Entscheidung gebrütet… Nach 1,5 Jahren 350D und weiteren 1,5 Jahren 400D … soll ich den Umstieg auf die 2-stellige machen?
Immer wieder gingen mir die oft gehörten Sätze „Nicht die Kamera macht das Bild“ usw. durch den Kopf… und lange habe ich mir eingeredet: „Ich brauche keine neue Kamera. Dadurch werden meine Bilder auch nicht besser“. Und doch kam immer wieder der Wunsch hoch… wochenlang habe ich Vergleichstests gelesen, Daten verglichen.. soll ich mir doch nur eine gebrauchte 40D kaufen? Ne.. da waren nicht genug Neuheiten drin… also irgendwann stand die Entscheidung.. die 50D muss es sein… naja.. am liebsten die neue 5D.. aber die ist vom Budget her, dann doch zu weit entfernt. Blieb noch die Frage nach dem Zeitpunkt.. vielleicht doch noch auf ein 60D Release warten.. dann geht der Preis ja nochmal runter. Aber da kam plötzlich meine Frau und hat, entgegen dem was man üblicherweise so von den Frauen gewöhnt ist, mich motiviert sofort zuzuschlagen.. Bei dieser Gelegenheit nochmal: Danke Schatz!

vergleich400und50

Jetzt ist es also soweit.. ich habe Sie.. und was soll ich sagen! Ich bin so restlos begeistert… das war definitiv der beste Schritt nach dem Einstieg in die DSLR-Materie.
Über die Unterschiede die mir in den ersten Tagen aufgefallen sind, und warum sich der Umstieg wirklich lohnt möchte ich jetzt berichten.

Haptik und Gewicht

Was ein Unterschied! Wenn man einmal 1 Stunde lang die 50D in der Hand gehalten hat, fühlt sich die 400 nur noch wie ein lächerliches Spielzeug an… Ich geb euch den Rat.. wenn ihr nicht vorhabt umzusteigen, dann leiht euch die 50D niemals zum Ausprobieren aus.. ihr werdet nie wieder zur alten Kamera zurück wollen.
Also sie ist schon enorm größer und schwerer, liegt sehr angenehm in der Hand und ist duch das höhere Gewicht viel einfach ruhig zu halten. Die Verarbeitung wirkt hochwertiger und edler.

Display

Mannoman.. ein 920.000 Pixel Display im Gegensetz zu vorher 230.000 Pixel. Die Unterschied ist gigantisch! Alleine dieses nicht nur höher aufgelöstes, sondern auch größeres Display, würde den Wechsel fast alleine rechtfertigen.
Die Bildqualität ist dermaßen gut, dass es jetzt auch wirklich zur Schärfekontrolle taugt.
Der Annäherungssensor der das Display abschaltet wenn man mit dem Auge näher wurde wohl eingespart.. (bzw. es war wohl einfach kein Platz mehr dafür) aber vermissen tue ich ihn nicht.
Ansonsten gibt es eben noch das obligatorische (beleuchtbare) LCD-Display auf der Oberseite, das alle wichtigen Aufnahmeparameter anzeigt. Sehr schön.

Bedienelemente

Ich muss leider zugeben, dass ich erst mal ganz schon doof vor der Kamera saß und den Einschalter gesucht hab. Ähm.. Canon.. was habt ihr euch denn dabei gedacht? Ein klitzekleines filigranes Schalterchen unten in der Mitte, an einer Stelle wo man weder mit der linken noch mit der rechten Hand sinnvoll drankommt. Also das ist der absolute Negativ-Punkt dieser Kamera… der Anschalter ist inakzeptabel!.. Er wirkt als wäre er das erste Teil was an der Kamera abbricht, und ist kein Vergleich zu dem robusten Schalter an der 400D.
Ansonsten fällt noch das große Daumenrad auf, was ja ab der zweistelligen üblich ist und ein kleiner Joystick darüber. Ansonsten sind auch die restlichen Knöpfe fast alle anders angeordnet. Hier ist also eine gewisse Umstellungszeit fällig. Das Daumenrad lernt man sehr schnell lieben, und ich denke wenn man sich an daran gewöhnt hat, dürfte die Bedienung schnell von der Hand gehen. Ich habe das Bedienkonzept allerdings noch nicht vollständig durchschaut. Der Ein/Aus-Schalter kennt noch eine dritte Stellung bei der das Daumenrad erst richtig benutzbar wird…. so ganz schlau bin ich daraus noch nich geworden.

Menüs

Für die Menge der Funktionen sind die Menüs eigentlich gut strukturiert und relativ übersichtlich. Das Highlight ist das „MyMenu“. Diese Menü kann man vollständig selbst konfigurieren und dort alle Einstellungen die man öfters mal braucht hinterlegen (inkl. Individualfunktionen). Das heißt zum Beispiel, die Spiegelverriegelung, AEB, und den Weißabgleich. So hat man alle wichtigen Einstellungen direkt und schnell in einem Menü.. super!

Custom Modus

Ein weiteres Highlight, sind die beiden Custom Modi „C1“ und „C2“ die auf dem Hauptwählrad direkt nach den Kreativ-Programmen kommen. Hier lassen sich so ziemlich alle Einstellungen der Kamera abspeichern und bei Bedarf durch stellen auf den Custom Modus wieder abrufen. Man kann sich dann also zum Beispiel C1 als HDR-Programm einrichten, bei dem dann gleich alle wichtigen Einstellungen die man bei HDRs meist so braucht festgelegt sind… also ISO 100, 2 Sek Selbstauslöser, AV mit Blende 8, und AEB mit +-2 . C2 habe ich als „Action“ Einstellung mit erhöhtem ISO, TV bei 400 ms, Serienbildfunktion, AI Servo etc.

ISO

ISO Werte von 100 bis 12800 sind möglich.. zwischen 100 und 1600 in 1/3 Schritten.. sehr schön! also 100 125 160 200 250 etc. Eigentlich fehlt nur noch ISO 50 um mich rundum glücklich zu machen.
Das Rauschverhalten ist recht gut.. vom Gefühl her rauscht Sie etwa eine Blende weniger als die 400D. Und das trotz den enger gequetschten 15 MPixel. Die beiden Hi-ISO Modi 6400 und 12800 rauschen natürlich unglaublich stark, aber erlauben Fotos bei seeeehr wenig Licht.

Bilder durchblättern

Wer eine 400D hat kennt bestimmt das Leid… man will schnell mal durch seine Bilder blättern und es vergehen teilweise 1-2 Sekunden bis zum nächsten Bild. Selbst schnell Speicherkarten halfen hier nur bedingt… Grausam!
Mit der 50D gibt es quasi KEINE Verzögerung mehr.. selbst mit billigen langsamen Speicherkarten. Ein Dreh am Daumenrad und die Bilder rauschen nur so in rasender Geschwindigkeit vorbei. Die Bilder werden im allerersten Moment zwar nur mit geringerer Auflösung angezeigt und erst danach sukzessive hochgerechnet, aber das ist gut so.

Klang

Das Auslösegeräusch ist einfach….. genial. So etwas lässt sich schwer beschreiben… aber es hört sich einfach professionell und stabil an. Kein Vergleich zu dem Mitleids-Klick-Klacken der 400.

Serienbild-Funktion

ich konnte mir bisher nicht vorstellen wie schnell 6,3 Bilder die Sekunde sind… als ich zum ersten mal Auf den Auslöser gedrückt habe bin ich richtig erschrocken als die Kamera plötzlich 10 Bilder in Maschinengewehr-Geschwindigkeit machte. In der gleichen Zeit hätte die 400 vielleicht 5 geschafft. Da das in einigen Situationen durchaus zuu schnell sein kann, gibt es extra noch einen verlangsamten Modus mit „nur“ 3 B/s.

Qualitätsstufen

RAW + JPG lassen sich jetzt vollkommen unabhängig voneinander auswählen. Außerdem gibt es bei RAW jetzt noch die Möglichkeit in niedrigerer Auflösung zu speichern. Die verschiedenen RAW und JPG Qualitätsstufen können also vollkommen frei miteinander kombiniert werden. Sehr schön!
Außerdem haben RAWs jetzt 14 statt 12 Bit. Das entspricht über 16000 Tonwerten pro Farbkanal im Gegensatz zu 4096 bei der 400D. Dadurch hat man bei der RAW-Entwicklung noch mehr Möglichkeiten und Reserven.

Livebild-Funktion

Bisher hielt ich es für Schnick-Schnack.. aber ich muss sagen, es ist gar nicht so übel. Außerdem unterstützt Sie Autofokus während dem Live-Betrieb. Man kann ihn also wirklich sinnvoll benutzen. Besonders schön ist die Live-Bild Funktion bei der Fernaufnahme via EOS-Utility, da man hier das Live-Bild auch am Rechner verfolgen kann. Allerdings zehrt die Live-Bild Aufnahme extrem am Akku… ich denke ich werde Sie nur in besonderen wenigen Fällen einsetzen.

Kitobjektiv:

Ich habe die Version mit dem EF-S 17-85 IS USM. Das ist schon was anderes als das billige 18-55 bei der 400D. Das ist das erste Mal das ich ein hochwertiges Objektiv benutze.. bisher habe ich nur mit Low-Cost Objektives gearbeitet. Dementsprechend begeistert bin ich auch davon. Der IS ist genial. der USM flüsterleise und sehr schnell. Das Objektiv hat allerdings auch seine Schwächen, wie deutlich schlechter werdende Bildqualität an den Rändern und teilweise deutliche CAs.. aber generell bin ich schon sehr zufrieden.

Sonstiges:

Ich könnte die Liste noch ewig weiterführen, da es noch etliche Kleinigkeiten gibt die erwähnenswert wären, wie zum Beispiel die automatische Vignetierungskorrektur die für viele Canon Objektive schon in der Kamera die Randabschattung herausrechnet etc. etc. aber das würde jetzt zu weit führen.

Fazit

Bin ich jetzt ein besserer Fotograf als vorher? Nein. Macht das Fotografieren jetzt mehr Spaß und ist komfortabler? Ja absolut! Und das ist auch der Grund warum ich jedem der noch zweifelt, den Umstieg absolut empfehlen kann!

EOS 500D kommt!

Wie Golem gerade berichtet bringt Canon im Mai die EOS 500D auf den Markt!

Dabei erntet Sie die schönsten Features der 5D Mark II und der 50D wie zum Beispiel 15 MPixel, hochauflösendes 3 Zoll Display mit 920.000 Pixel, HD Video!! (allerdings bei Full HD nur mit 20 frames/sec) ISO bis 12.800 und weitere schöne Kleinigkeiten.

Das Standard Kit mit 18-55 IS wird wohl 899,- kosten…

Auf jedenfall werden die Argumente für die 50D damit sehr klein…. da bleibt eigentlich nur noch der größere Body, die höhere Serienbild-Frequenz, und ein paar Bedienungs-Vorteile… naagut.. und die Verschlusslebensdauer ist nicht ausser Acht zu lassen.

Noch nie bekam man so viel Feature für so wenig Geld… im Prinzip jetzt schon meine TOP-Empfehlung!

Nähere Infos von Canon dazu: http://www.canon.de/About_Us/News/Consumer_Releases/foto/eos_500d.asp

Hochzeitsmotive

Bei Martin auf kwerfeldein.de sind gerade Hochzeitswochen🙂 Besonders gefallen hat mir der Gastbeitrag von Martin Krolop über die Motivauswahl bei Hochzeiten. Vor allem der Hinweis, dass Brautpaare viel weniger wert auf technische Perfektion legen, als man meinen würde ist ein interessanter Gedanke.